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TuS Dotzheim - Blog


TuS Dotzheim fegt Primus aus der Halle

M 1 - Offenbach-Bürgel 29:23 | 18.3.2019

Spielbericht von Stephan Crecelius (WT):

„Mega geil.“ Mit diesen zwei Worten fasste Torwart Ugur Toru die Energieleistung seiner Dotzheimer Mannschaft zusammen. Und wohl selten haben acht Buchstaben ein Spiel so gut beschrieben. Denn der Auftritt der Oberliga-Handballer vom TuS Dotzheim im Heimspiel gegen Spitzenreiter TSG Offenbach-Bürgel war schlichtweg beeindruckend. Am Ende stand vor rund 300 Zuschauern ein hochverdienter 29:23 (10:9)-Sieg auf der Anzeigetafel in der Sporthalle am Schelmengraben. Durch den sich die Dotzheimer wohl endgültig aller Abstiegssorgen entledigt haben – und das, obwohl der TuS gegen Offenbach mit nur neun Feldspielern antrat.

Toru mit bärenstarker Leistung: Denn Dotzheim musste unter anderem auf Johannes Schuhmacher sowie die Abwehrspezialisten Sören Battermann und Patrick Heil verzichten. Doch auch ohne das Trio zeigte der TuS vor allem hinten eine ganz starke Leistung. „Wenn wir immer so decken würden, hätten es unsere Torhüter in der Saison leichter gehabt“, sagte Marc Teuner. Und fast alles, was dann doch durchkam, wurde in der ersten Halbzeit zur Beute von Toru. Egal, ob Wurf aus dem Rückraum, Tempogegenstoß oder Siebenmeter. „Er hat überragend gehalten“, sagte TuS-Trainer Hans-Josef Embs. Zur Pause stand der Spitzenreiter aus Offenbach so bei mickrigen neun Toren.

Teuner und Schubert fangen nach dem Wechsel Feuer: Und im Angriff? Dort taten sich auch die Dotzheimer im ersten Abschnitt schwer. „In der Halbzeit haben wir uns dann deutlich gemacht, was heute möglich ist, wenn wir anfangen zu treffen“, gab Maximilian Schubert einen Einblick in die Kabine. Aus der Dotzheim dann mit deutlich mehr Durchschlagskraft kam. Vor allem Schubert und Teuner, die plötzlich selbst schwerste Würfe verwandelten, waren nicht mehr zu stoppen. Auch das Spiel mit zwei Kreisläufern funktionierte. Dazu brachte der quirlige Frederic Bocklet, der Dotzheim genau wie Lars Klasmann nach der Saison verlassen wird, die Offenbacher Defensive immer wieder durcheinander. Sodass nicht nur das Lächeln vom Sportlichen Leiter Timm Großkurth auf der Tribüne immer breiter wurde.

Trainer Embs mit dem richtigen Bauchgefühl: Den alles entscheidenden Lauf leitete Embs dann mit einem Torwartwechsel (48. Minute) ein. Er brachte für den ganz starken Ugur Toru Nico Robinson. Der direkt einen Siebenmeter parierte und den Kasten im Anschluss rund sieben Minuten sauber hielt. Er habe gespürt, dass Toru das Momentum ein klein wenig verloren habe, sagte Embs. „Kein Torwart kann 60 Minuten auf einem so extrem hohen Level halten.“ Es war die goldrichtige Entscheidung.

Leistung im Training erarbeitet: „Nico hat ganz stark gehalten“, sagte dann auch Toru. „Wir ergänzen uns super.“ Ein Zusammenhalt, der irgendwie sinnbildlich für die geschlossene Mannschaftsleistung der Dotzheimer gegen den Spitzenreiter war. Schon unter der Woche im Training – das teilweise nur mit sechs, sieben Spielern stattfand – habe kein Spieler die Partie im Vorfeld abgeschenkt, sagte Großkurth. Das Ergebnis: „Es war mit unsere beste Saisonleistung.“

TuS: Toru, N. Robinson; Bocklet (2), Schubert (9), Klasmann, Assmann (1), Fuhrig (3), Sterker (3), Schmidtmann, Teuner (10/2), During (1). – Schiedsrichter: Rossmeier/Podesta. – Zuschauer: 300. – Zeitstrafen: 2:1. – Siebenmeter: 2/2:4/2. – Spielfilm: 2:0, 4:4, 5:6, 9:7, 10:9 – 12:12, 16:13, 20:17, 27:19, 29:23.

 


Kategorien: Handball